{"id":198,"date":"2009-12-05T19:23:59","date_gmt":"2009-12-05T18:23:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weldergoven.de\/wordpress\/?page_id=198"},"modified":"2009-12-15T19:51:33","modified_gmt":"2009-12-15T18:51:33","slug":"historische-ereignisse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weldergoven.de\/?page_id=198","title":{"rendered":"Historische Ereignisse"},"content":{"rendered":"<h5>Die Erschlie\u00dfung f\u00fcr die \u00f6ffentliche Ver- und Entsorgung<\/h5>\n<p>Der Einzug der Versorgungstechnik in Weldergoven begann kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit dem Anschluss an das \u00f6ffentliche Stromnetz im Fr\u00fchjahr 1914. Am 26. M\u00e4rz wurde zuerst das elektrische Licht in Betrieb genommen. Die Anlage kostete im Haus Nr. 8 = 110,80 Mark, Nr. 9 = 45,&#8211; Mark und Nr. 11 = 80,&#8211; Mark. Dies war nat\u00fcrlich eine bedeutende, wenn auch sehr teure Neuerung, die das sp\u00e4rliche Talglicht abl\u00f6ste, das in der Regel zwischen K\u00fcche und Stube in einer Wand\u00f6ffnung stand, um dadurch die beiden R\u00e4ume gleichzeitig zu beleuchten. Entsprechend sparsam ging man auch mit dem Strom um und achtete peinlich darauf, dass keine Lichtquelle unn\u00f6tig eingeschaltet war. Defekte Gl\u00fchbirnen versuchte man in einer Art Geduldspiel zu reparieren, in dem man die freien Gl\u00fchdrahtenden wieder zusammen- brachte und die unbrauchbar gewordenen Sicherungen alter Art wurden verbotener- und gef\u00e4hrlicherweise durch \u00dcberbr\u00fcckung mit einem Draht geflickt.<\/p>\n<p>Es vergingen dann noch 42 Jahre, bis 1956 die \u00f6ffentliche Wasserversorgung mit einer Leitung von Hennef nach Weldergoven kam. Bis dahin wurde das Wasser mit der Handpumpe aus Hausbrunnen gef\u00f6rdert, soweit sie vorhanden waren. Anderenfalls musste man den \u00f6ffentlichen Brunnen benutzen, der sich beim Haus Nummer 15 heute &#8222;Zum Br\u00fcnnchen&#8220; &#8211; danach benannt &#8211; Nummer 14 befand. Er bestand aus einem etwa ein mal ein Meter gro\u00dfen ummauerten Wasserloch von normal etwa ein Meter Tiefe. Daraus wurde das Wasser gesch\u00f6pft. Bei Sieg- hochwasser stieg auch das Br\u00fcnnchen gewaltig an und lief schlie\u00dflich \u00fcber. F\u00fcr die Textil- w\u00e4sche wurde das wegen seiner Weichheit besonders geeignete Regenwasser gebraucht. Man sammelte es aus den Dachrinnen in gro\u00dfen Blechtonnen. Insgesamt 16 H\u00e4user hatten einen eigenen Brunnen, wovon nur noch ganz wenige erhalten geblieben sind.<\/p>\n<p>Zur Erschlie\u00dfung einer gr\u00f6\u00dferen Baulandfl\u00e4che auf dem Flurst\u00fcck &#8222;Im Boden&#8220;, die von der Wohnungsbaugesellschaft &#8222;Neue Heimat&#8220; erworben worden war, wurde im Jahre 1980 die Abwasserkanalisation von Hennef nach Weldergoven gef\u00fchrt. Das gleiche gilt f\u00fcr eine Erdgasleitung. Es kam aber nur zum Anschluss des Oberdorfes, s\u00fcdlich der Linie Siegstra\u00dfe &#8211; Zum Br\u00fcnnchen. Erst 1991 wurde die Erdgasleitung in einige Bereiche des Unterdorfes weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Einen Anschluss an das \u00f6ffentliche Fernsprechnetz gab es wohl erst in den 1930er Jahren, und zwar in der Posthilfestelle P\u00fctz, zugleich Gastwirtschaft im Haus Nummer 7, Siegstra\u00dfe 21. Weitere private Anschl\u00fcsse d\u00fcrften in den 1950er Jahren hinzugekommen sein.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, das die M\u00fcllentsorgung erst etliche Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg die D\u00f6rfer erreichte. Bis dahin wurde der allerdings sehr geringe Abfall teils am Siegufer verbrannt, teils in irgendein nat\u00fcrliches Loch geworfen. In Weldergoven war dieser allgemein benutzte Platz &#8222;die Lei&#8220;, der tote Siegarm. Unverg\u00e4ngliche Abf\u00e4lle gab es damals, als Plastikmaterial noch nicht bekannt war, kaum. H\u00e4ufiger fielen Blechdosen an, die man aber bis zu v\u00f6lligem Verschlei\u00df benutzte. Mit Hilfe einer von Hand zu betreibenden Maschine, dem LANICO, war es m\u00f6glich, die Blechdeckel sowohl luftdicht auf die Konservendosen aufzusetzen, als auch die alten R\u00e4nder bei gebrauchten Dosen abzuschneiden, so dass sie wieder verwendbar waren. Die Dosen wurden dadurch zwar immer niedriger, was aber f\u00fcr den Hausgebrauch keine Rolle spielte. Eingemacht wurde auf diese Weise die Wurst vom Selbstgeschlachtetem.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erschlie\u00dfung f\u00fcr die \u00f6ffentliche Ver- und Entsorgung Der Einzug der Versorgungstechnik in Weldergoven begann kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit dem Anschluss an das \u00f6ffentliche Stromnetz im Fr\u00fchjahr <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/?page_id=198\">Continue Reading &amp;amp;amp;amp;amp;rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":10,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-198","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=198"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":321,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/198\/revisions\/321"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}