{"id":196,"date":"2009-12-05T19:23:15","date_gmt":"2009-12-05T18:23:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weldergoven.de\/wordpress\/?page_id=196"},"modified":"2010-01-29T19:41:51","modified_gmt":"2010-01-29T18:41:51","slug":"lage-und-namen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.weldergoven.de\/?page_id=196","title":{"rendered":"Lage und Namen"},"content":{"rendered":"<h5>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung<\/h5>\n<p>Die erste gesicherte Nachricht \u00fcber Weldergoven ist einer Urkunde aus dem Jahr 1143 zu entnehmen, in der der K\u00f6lner Erzbischof Arnold von Wied dem Nonnenkloster Rolandswerth die verschiedenen \u00e4lteren und j\u00fcngeren Schenkungen und Stiftungen best\u00e4tigt. Dabei wird auch die Stiftung von zwei M\u00e4nnern aus Bonn genannt, die in Geisbach Grundbesitz hatten. Die \u00dcbersetzung der lateinischen Originalfassung lautet:<\/p>\n<p><em>&#8222;Otto und sein Sohn Heinrich von Bonn haben f\u00fcr die Rettung ihrer Seelen 20 Joch Ackerland und drei Gewalten f\u00e4llbares Holz geschenkt, zwei in Geisbach, eine in Weldergoven; von ebendiesem Eigengut werden 12 Malter Roggen gezahlt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Weldergoven kann also auf eine Vergangenheit von mehr als 850 Jahren zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">            \n\t\t<div class=\"ngg-gallery-singlepic-image ngg-center\" style=\"max-width: 359px\">\n\t\t\t    \t<a href=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/gemaelde1.gif\"\n\t\t     title=\"\"\n             data-src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/gemaelde1.gif\"\n             data-thumbnail=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/thumbs\/thumbs_gemaelde1.gif\"\n             data-image-id=\"95\"\n             data-title=\"gemaelde1\"\n             data-description=\"\"\n             target='_self'\n             class=\"ngg-fancybox\" rel=\"d4b780be91ef3b60d1b337e1ed7fca80\">\n            <img class=\"ngg-singlepic\"\n             src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/cache\/gemaelde1.gif-nggid0295-ngg0dyn-359x259x100-00f0w010c010r110f110r010t010.gif\"\n             alt=\"gemaelde1\"\n             title=\"gemaelde1\"\n              width=\"359\"               \/>\n    \t<\/a>\n\t\t      <\/div>\n        <\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Weldergoven von Osten im Jahre 1946, \u00d6lbild von Johann Wimmert, Hauptlehrer an der Volksschule Hanftalstra\u00dfe<\/h6>\n<h5>Der Ortsname<\/h5>\n<p>Der Name Weldergoven mutet etwas ungew\u00f6hnlich an, weil er au\u00dferhalb der zumeist gebr\u00e4uchlichen Namenstypen zu stehen scheint, was sich schnell aufl\u00f6st, wenn man ihn unter die &#8222;inghoven-Typen einreiht. Demzufolge w\u00e4re der Name den prim\u00e4ren, vermutlich vordeutschen Siedlungsnamen zuzurechnen. Folgende Schreibweisen kommen vor:<\/p>\n<p><strong>In fr\u00fchesten Urkunden:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> 1143 Wendelinchhouen<\/li>\n<li> 1247 Welderinchouen<\/li>\n<li> 1436 Welderkoyuen<\/li>\n<li> 1487 Welderkoeven<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>In einundderselben Urkunde:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> 1644 Welderkoven<\/li>\n<li>Weldekouen<\/li>\n<li>Weldinkoven<\/li>\n<li>1816-20 Felderjoven in der M\u00fcfflingschen Karte, kann als Dialekt\u00fcbernahme der preu\u00dfischen Kartographen gesehen werden<\/li>\n<li>1845 Weldergoben in einem Schreiben des Landrates von Loe<\/li>\n<li>1854 Waltershoven bei August Horn in seiner Beschreibung des Siegtales, d\u00fcrfte auf einen H\u00f6rfehler beruhen. Er beschreibt den Blick von Schloss Allner aus so: &#8222;Eine Wanderung von dem Pavillon zuerst in nord\u00f6stlicher, dann\u00a0 in \u00f6stlicher Richtung bringt den Wanderer auf einen nicht weniger interessanten Aussichtspunkt am entgegengesetzten Ende des Schlo\u00dfwald&#8217;s, der an der Gr\u00e4nze eines Tannenwald&#8217;s gelegen, die Aussicht auf das Br\u00f6lthal, die hoch gelegenen Orte Winterscheid, B\u00f6dingen, Blankenberg mit seinen Ruinen und auf die im Thal gelegenen D\u00f6rfer Lauthausen, Waltershoven und Muschm\u00fchle, sowie die bei letzteren D\u00f6rfern gelegenen Weinberge beherrscht.<\/li>\n<\/ul>\n<h6 style=\"text-align: center;\">            \n\t\t<div class=\"ngg-gallery-singlepic-image ngg-center\" style=\"max-width: 374px\">\n\t\t\t    \t<a href=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/histbild3.jpg\"\n\t\t     title=\"Historisches Bild3\"\n             data-src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/histbild3.jpg\"\n             data-thumbnail=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/thumbs\/thumbs_histbild3.jpg\"\n             data-image-id=\"111\"\n             data-title=\"histbild3\"\n             data-description=\"Historisches Bild3\"\n             target='_self'\n             class=\"ngg-fancybox\" rel=\"382df8ddf834a1ada1c5985741adbd28\">\n            <img class=\"ngg-singlepic\"\n             src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/cache\/histbild3.jpg-nggid03111-ngg0dyn-374x227x100-00f0w010c010r110f110r010t010.jpg\"\n             alt=\"histbild3\"\n             title=\"histbild3\"\n              width=\"374\"               \/>\n    \t<\/a>\n\t\t      <\/div>\n        <\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Blick von Nutscheid nach S\u00fcden auf Weldergoven (1942)<\/h6>\n<h5>Die Sieg<\/h5>\n<p>Die unmittelbare N\u00e4he der Sieg bestimmte das Alltagsleben Weldergovens fr\u00fcher noch sehr viel st\u00e4rker als heute. Mit dem Hochwasser, das meist im Fr\u00fchjahr auftrat, war man vertraut. In die Keller der H\u00e4user im Unterdorf drang dann das Wasser unterirdisch ein und versickerte auch wieder durch die unbefestigten B\u00f6den. Bei sehr hohem Wasser wurden auch die Wege Grafenbungert, unterer Teil der Siegstra\u00dfe und die Gartenstra\u00dfe, alles damals noch nicht befestigt, \u00fcberschwemmt. Bis in den letzten Krieg war es noch \u00fcblich, in der Sieg W\u00e4sche zu waschen und auch am Ufer zum Bleichen auszulegen. Ansonsten wurde der Regen als ideales Waschwasser aus den Dachrinnen aufgefangen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">            \n\t\t<div class=\"ngg-gallery-singlepic-image ngg-center\" style=\"max-width: 374px\">\n\t\t\t    \t<a href=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/histbild5.jpg\"\n\t\t     title=\"Historisches Bild5\"\n             data-src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/histbild5.jpg\"\n             data-thumbnail=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/thumbs\/thumbs_histbild5.jpg\"\n             data-image-id=\"113\"\n             data-title=\"histbild5\"\n             data-description=\"Historisches Bild5\"\n             target='_self'\n             class=\"ngg-fancybox\" rel=\"e53ac67f47ca345a68f7fad45e91f2a4\">\n            <img class=\"ngg-singlepic\"\n             src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/cache\/histbild5.jpg-nggid03113-ngg0dyn-374x245x100-00f0w010c010r110f110r010t010.jpg\"\n             alt=\"histbild5\"\n             title=\"histbild5\"\n              width=\"374\"               \/>\n    \t<\/a>\n\t\t      <\/div>\n        <\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Beim Sieghochwasser im Februar 1909 waren die H\u00e4user im Unterdorf nur \u00fcber einen mit Leiterwagen hergestellten Behelfssteg zu erreichen. Hier die H\u00e4user Siegstra\u00dfe 29 und Grafenbungert 2. Seit 1929 verhindert der Hochwasserschutzdamm solche \u00dcberschwemmungen.<\/h6>\n<p>Das Sch\u00f6nste waren nat\u00fcrlich die Badefreuden. Wenn es warm genug war, st\u00fcrzte man sich nach der Arbeit zur Reinigung ins erfrischende Nass, aber Frauen und M\u00e4dchen badeten zumeist in der D\u00e4mmerung &#8222;katholisch&#8220;, das hei\u00dft, sie behielten ihr Kleid an, dessen weiter Rock sich dann im Wasser aufbl\u00e4hte. Dies veranlasste die M\u00e4nnerwelt zu allerlei Neckereien, aber guter Sitte war Gen\u00fcge getan. Besonders wichtig war der Fluss f\u00fcr die Kinder, die dort gerne spielten und auch allerlei Unfug trieben. Dazu geh\u00f6rte das Fangen von Fippchen (kleinen Fischen), Aufblasen von Fr\u00f6schen oder Aalen stechen, in dem man Steine hochhob und blitzschnell mit dreizackiger Gabel zustach. Was man damals in unbek\u00fcmmerter Naivit\u00e4t getan hat, ist heute freilich zu verurteilen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">            \n\t\t<div class=\"ngg-gallery-singlepic-image ngg-center\" style=\"max-width: 374px\">\n\t\t\t    \t<a href=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/histbild19.jpg\"\n\t\t     title=\"Historisches Bild19\"\n             data-src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/histbild19.jpg\"\n             data-thumbnail=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/thumbs\/thumbs_histbild19.jpg\"\n             data-image-id=\"107\"\n             data-title=\"histbild19\"\n             data-description=\"Historisches Bild19\"\n             target='_self'\n             class=\"ngg-fancybox\" rel=\"6a375a632057b438357cc51c27de1453\">\n            <img class=\"ngg-singlepic\"\n             src=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/wp-content\/gallery\/geschichte\/cache\/histbild19.jpg-nggid03107-ngg0dyn-374x231x100-00f0w010c010r110f110r010t010.jpg\"\n             alt=\"histbild19\"\n             title=\"histbild19\"\n              width=\"374\"               \/>\n    \t<\/a>\n\t\t      <\/div>\n        <\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Der Weldergovener Siegsteg in der 1930er Jahren<\/h6>\n<p>Die Sieg f\u00fchrte allj\u00e4hrlich meist zu Pfingsten viele Paddler herbei, die oft in Weldergoven Station machten und um Unterkunft, gelegentlich auch Speisen baten. So wurde vom Selbstgeschlachteten f\u00fcr geringes Entgelt aufgetischt. Als Quartier gab es Pl\u00e4tze auf dem Heuboden, der dann mit allerlei Geraune und Gekicher erf\u00fcllt war.<\/p>\n<p>In besonders kalten Wintern kam es vor, dass die Sieg zugefroren war. Dann wurde von jungen Burschen an geeigneter Stelle ein Pfahl eingerammt, der festfror. An ihm befestigte man an einem Seil einen Schlitten auf dem in der sogenannten Eism\u00fchle im Kreis herumgesaust wurde. Die Lei, der tote Siegarm, diente als Schlittschuhbahn, und auf der &#8222;Ruusch&#8220; (Weg zwischen Zum Br\u00fcnnchen und Im Burghof), sowie von der Kreuzstra\u00dfe \u00fcber das Dorfdreieck wurde gerodelt.<\/p>\n<p>Durch die Furt in Verl\u00e4ngerung der heutigen Siegstra\u00dfe konnte der Fluss mit dem Fuhrwerk oder zu Fu\u00df durchquert werden. Das ging auch mit Handwagen und Schubkarre, um die Heuernte von Grundst\u00fccken auf der anderen Siegseite einzubringen. Es war dies also ein gebr\u00e4uchliches Wegest\u00fcck f\u00fcr die Anwohner. Im M\u00e4rz 1945, als die Amerikaner hier die Sieg \u00fcberschritten, gewann diese Furt f\u00fcr kurze Zeit taktische Bedeutung. Zuletzt benutzten sie noch die in Spich stationierten belgischen Truppen bei Man\u00f6vern mit ihren Fahrzeugen. Durch Verbauungsma\u00dfnahmen des Wasserwirtschaftsamtes im Jahre 1968 wurde sie f\u00fcr jedermann unpassierbar gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung Die erste gesicherte Nachricht \u00fcber Weldergoven ist einer Urkunde aus dem Jahr 1143 zu entnehmen, in der der K\u00f6lner Erzbischof Arnold von Wied dem Nonnenkloster Rolandswerth <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.weldergoven.de\/?page_id=196\">Continue Reading &amp;amp;amp;amp;amp;rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":10,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-196","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=196"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":318,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/196\/revisions\/318"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weldergoven.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}