Bau der Scheune

Einleitung

Der Bau der Scheune in den Jahren 1986-1991 ist das bisher größte Projekt der Interessengemeinschaft Weldergoven e.V. und deshalb wird dieses außer- ordentliche Beispiel der dörflichen Vereinsarbeit mit dem Ziel eine Begegnungsstätte für Jung und Alt in der Dorfgemeinschaft Weldergoven zu errichten auf dieser Seite ausführlich beschrieben

Die Entscheidung

Nachdem in Weldergoven die letzte Gastwirtschaft geschlossen wurde und somit ein wichtiger Treffpunkt der Dorfbevölkerung verloren war, wurden für das jährliche Dorffest und auch größere private Veranstaltungen Zelte aufgebaut. Seit diesem Zeitpunkt war es ein wesentliches Ziel der Interessengemeinschaft Weldergoven wieder einen Versammlungsraum in Weldergoven zu schaffen. 1974 ging im Zuge einer Flurbereinigung das Grundstück Ecke Siegstraße, Zum Brünnchen in das Eigentum der Stadt Hennef über. Eine Nutzung durch die IGW bot sich somit an, wobei zunächst nur daran gedacht war dort ein neues Gerätehaus mit großem und vorgezogenem Dach zu errichten. Problem war, dass Fördermittel zur Dorferneuerung nicht in Anspruch genommen werden konnten, da nur Altbauten gefördert wurden. In dieser Situation ergab es sich, einige Jahre später, dass in Attenberg bei Stadt Blankenberg eine Scheune abgerissen werden sollte, um einem Neubau zu weichen. Seitens der Stadtverwaltung Hennef wurde die Anregung zur Umsetzung dieser Scheune als Bürgerhaus nach Weldergoven gegeben.

Auf der Jahreshauptversammlung der IGW 1986 wurde dieser Vorschlag zwischen Vorstand und Vereinsmitgliedern intensiv diskutiert und trotz teilweise erheblicher und auch berechtigter Bedenken hatten sich die Befürworter zur Durchführung dieses ehrgeizigen Projekts durch- gesetzt. Zweifel der Finanzierbarkeit, aber vor allem auch, ob die notwendige Bereitschaft zur handwerklichen Mitarbeit an diesem Vorhaben im Kreise der Vereinsmitglieder gewährleistet sein würde, sollten sich im weiteren Verlauf durch das große Engagement der vielen Helfer nicht bestätigen.

grundsteinlegung1987

Urkunde zur Grundsteinlegung von 1987
Die Bauphase

Am 19. März 1986 begann der Abbau der Fachwerkscheune in Attenberg mit den Markier- ungsarbeiten am Balkenwerk. Die schweren Eichenbalken wurden dann mit dem Trecker nach Weldergoven transportiert, wo sie zunächst vor der Witterung geschützt an einem sicheren Ort gelagert wurden.

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Abbau der Scheune Küppers in Attenbach

Am 18. Juli 1987 folgte dann die Grundsteinlegung, nachdem im Frühjahr 1987 unter Leitung des Zimmermannes und Vereinsmitglieds Josef Schmitz das Balkenwerk der Scheune wieder zusammengesetzt wurde.

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Unter der Leitung des Zimmermannes Josef Schmitz wird das Balkenwerk der Scheune wieder zusammengesetzt.

Ergänzt durch einen Wirtschaftsteil für Heizungsanlage, Küche und Toiletten in Massivbau- weise entstand im Laufe der 5 Baujahre ein Raum für Veranstaltungen von etwa 50 qm Fläche, vorgegeben durch die Maße der Scheune. Die Fachwerkkonstruktion erfolgt so, dass kein einziger Eisennagel verwendet wurde und die Holzbalken ausschließlich durch Holznägel, die zum großen Teil in Handarbeit gefertigt wurden zusammengehalten werden.

Schon bei der Weihnachtsfeier 1987 und danach konnte die zunächst nur aus dem überdach- ten Holzgerippe samt Nebenbau bestehende Scheune bis zu deren endgültigen Fertigstellung im Jahre 1991, für Veranstaltungen und vor allem für das Gassenfest genutzt werden.

Neben den Eigenmitteln des Vereins waren an der Finanzierung die Stadt Hennef, das Amt für Agrarordnung in Siegburg und zahlreiche Spender beteiligt.

Die Einweihung

Am 6. September 1991 wurde die Scheune als Gemeinschaftshaus für Weldergoven feierlich eingeweiht. Die Feier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst und danach wurde die Scheune von Bürgermeister Emil Eyermann und Stadtdirektor Karl Kreuzberg ihrer endgültigen Bestimmung übergeben, wobei die vorbildliche Gemeinschaftsleistung der Weldergovener Bürger besonders gewürdigt wurde.

Gleichzeitig fand das sechste Weldergovener Gassenfest statt, was ab diesem Zeitpunkt von dem jährlich stattfindenden Scheunenfest abgelöst wurde.

Seit diesem Tag wird die Scheune für vielerlei Treffs und Aktivitäten der Dorfgemeinschaft und für private Feiern genutzt. In den folgenden Jahren wurde der Bereich um die Scheune weiter gestaltet – neben der Gestaltung der Außenanlage ist ein großer Geräteschuppen gebaut worden.

Aber auch in Zukunft wird die Unterhaltung der Scheune immer wieder den Einsatz der IGW und deren Mitglieder erfordern. So ist für das Jahr 2002 eine Umgestaltung des Scheunen- Vorplatzes mit der Verlegung von Altstadtpflaster geplant.